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THE GAMBIA
Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise gegenwärtig einen Reisepass, der noch mindestens 3 Monate nach Ausreise Gültigkeit haben muss, sowie ein Weiterreise- bzw. Rückreiseticket. Kinderausweise müssen mit Passfoto versehen sein. The Gambia - so schön wie die Karibik, nur viel näher !
Geographisch kann The Gambia kann gleich mit mehreren Superlativen aufwarten - es ist das flächenmäßig kleinste und gleichzeitig das westlichste Land des afrikanischen Kontinents. Das Land, das sich wie ein ausgestreckter Finger von West nach Ost in den Senegal bohrt, ist ca. 300 km lang und nirgends mehr als 45 km breit. Gambia liegt genau zwischen Wendekreis des Krebses und Äquator, 2 Flugstunden von den Kanaren entfernt. Banjul ist zwar Hauptstadt des Landes aber nicht die größte. Die größte Stadt mit einem rasanten Wachstumstempo ist Serrekunda. Allerdings ist Serrekunda keine schöne Stadt, sondern ein typisch afrikanisches Sammelsurium von windschiefen Blechhütten, die Strassen sind Märkte hauptsächlich für Second Hand Artikel, staubig, überfüllt, hupende und rangierende Autos verstopfen die Strassen, ein typisch afrikanischer Moloch, laut, dreckig und very very busy. Das Klima in The Gambia ist äußerst angenehm für Europäer, tagsüber heiß und trocken (außer in der Regenzeit), abends kühler. Von Januar bis Mai weht der Harmattan, ein aus der Sahara kommender Wüstenwind, mehr oder weniger stark. Bläst er mal stärker, kommt es vor, dass die Welt rot aussieht, Häuser, Bäume und Wiesen sind dann mit dichtem roten Staub bedeckt. Ende Juni bis Anfang November herrscht Regenzeit mit starken Niederschlägen und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. The Gambia ist ein echtes Winterreiseziel, zwischen Dezember und April herrschen Tagestemperaturen um die 30 °C und geringe Luftfeuchtigkeit. Lebensader des Landes ist der Gambia-River. Die Flußquelle liegt in Futa Jallon (Guinea), der Fluß fließt ca. 1000 Meilen in westlicher Richtung in den Atlantik, die letzten 375 km durch Gambia. An den Flußufern beidseitig des Gambia-Rivers gibt es dichte Mangroven-Sümpfe, das Land südlich und nördlich des Flusses wird von offener Savanne gebildet. Der Gambia-River hat viele Seitenarme, die sogenannten "Bolongs". Die Mandinkas nennen den Fluß "Kambi Bolongo", also Gambia-Fluß. Kein Land der Welt ist wohl so mit seinem Fluß verbunden wie Gambia, der River macht das Land fruchtbar und schafft zugleich Transport- und Handelswege. Auf dem Fluß sind alle unterwegs, Händler, Familien, Fischer, Handwerker und neuerdings auch Touristen. The Gambia verdankt seine Popularität nicht nur den landschaftlichen Reizen wie Palmen, Sonne, Strand, Meer und dem allgegenwärtigen Gambia-Fluß. Alex Haily, ein amerikanischer Romanschriftsteller, hat das Land mit seinem Buch "Roots" (Wurzeln) in aller Welt bekannt gemacht. (Clickt auf den Buchtitel, dann könnt Ihr den Roman bestellen !) Bei Nachforschungen zu seinen Ahnen, die Sklaven aus Schwarzafrika waren, entdeckte er in Kunta Kinte, einem Jungen aus dem Dorf Yuffure am Gambia-River, seinen Urahn. Heute kann man mit der "Roots-Tour" ca. 50 km den Fluß entlang nach Osten das Dorf Yuffure besuchen und sich vom Dorfältesten die alte Story in Kurzform erzählen lassen - gegen ein paar Dalasi natürlich.
The Gambia hat eine wechselvolle Geschichte. Versuche, The Gambia und den Senegal zu vereinen, schlugen fehl. Obwohl auf beiden Seiten der Grenze teilweise dieselben afrikanischen Stämme leben, haben sich die Staaten durch jahrhundertelange Kolonialherrschaft zu unterschiedlich entwickelt. 1588 erstanden englische Kaufleute von den Portugiesen Exklusivrechte am Gambia-Fuß. 1663 gründeten sie auf einer Insel im Mündungsgebiet die Handelsniederlassung Fort James. Und damit begann der 120 Jahre andauernde Streit zwischen England und Frankreich. Beide wollten unbedingt die Kontrolle über den Seehandel in diesem Teil der Welt: schließlich gab es dort Gold, Ebenholz, Elfenbein und Sklaven. Fort James entwickelte sich zum zentralen Sammelpunkt für den Sklavenhandel. 1783 gaben die Franzosen den Kampf auf und überließen Großbritannien den Fluß - und damit blieb der Senegal französisch und Gambia wurde britisch. Die heutigen Grenzen bestehen seit 1889, Gambia wurde 1894 britisches Protektorat. 1965 erhielt das kleine Land seine Unabhängigkeit. Der erste gewählte Präsident Dawda K. Jawara hielt sich 24 Jahre an der Macht. Während seiner Amtszeit gab es erneut Annäherungsversuche an Senegal. Die lose Föderation "Senegambia" hatte nur von 1982 bis 1989 Bestand, obwohl der Begriff noch heute oft zu hören ist. Seit 1994 regiert Staatspräsident Jammeh, der im Alter von 29 Jahren das Amt übernommen hatte. The Gambia ist ein sehr sicheres Reiseland,
die Kriminalität ist sehr niedrig. Die Menschen sind freundlich, aufgeschlossen
und strahlen ungetrübte Lebensfreude aus. Vielleicht deshalb der Slogan -
The Gambia - The smiling coast.
Wo übernachtet man in The Gambia ?
Klimatabelle
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