Deutsche Staatsangehörige benötigen für die
Einreise gegenwärtig einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate nach
Ausreise Gültigkeit haben muss. Seit März 2002 benötigen Touristen aus
Deutschland ein Visum, das bei Einreise auf dem Airport sofort in bar bezahlt
werden muss. Es kostet 50,00 €, Münzen sowie Kenya-Shillinge werden NICHT
akzeptiert.
Das sagte Winston Churchill, der mit der Uganda-Bahn
von Mombasa über Nairobi bis zum Victoria-See fuhr - und er sprach mir damit
aus der Seele.
Kenya ist eines der letzten Tierparadiese der Erde, ein Dorado für
Sonnenanbeter, aber auch für Liebhaber unverfälschter Landschaften in der
Einsamkeit endloser menschenleerer Savannen. Für gestresste Europäer bietet
Kenya alles, was das Herz begehrt: Sonne, Wärme, lauwarmes Wasser im Indischen
Ozean, Hotels aller Preisklassen, Safaris in Wildreservate, freundliche,
ausgeglichene, ewig lächelnde Menschen und Gastfreundlichkeit. Wenn man
Englisch oder sogar ein paar Worte Kiswahili spricht und den Menschen sein Herz
öffnet, erfährt man eine Menge über die Bevölkerung, ihre Probleme, aber
auch über ihre Lebensfreude, ihre Fähigkeit, alles nicht so ernst zu nehmen
und vor allem erfährt man, das Zeit ein sehr relativer Begriff ist, was in
Europa schlichtweg in Vergessenheit geraten ist.
Geographisch liegt Kenya etwa zu gleichen Teilen nördlich und
südlich vom Äquator. Die höchsten Erhebungen sind der Mount Kenia (Kirinyaga)
mit 5.195 m, der Mount Elgon mit 4.213 m und die Aberdares mit
3.999m. Die Küstenlinie entlang des Indischen Ozeans beträgt ca. 320 km. Die
größten Binnengewässer sind der Lake Victoria (69.485 km²), der Lake
Turkana, mit 6.405 km² der größte sodahaltige See der Welt, der Lake
Naivasha und der Lake Nakuru, der durch unzählige Flamingos rosa
aussieht.
Infrastruktur:
Bahn: 2.733 km
Strassen: 64.590 km
Häfen: Mombasa, Lamu, Kisuma am Lake Victoria
internationale Flughäfen: Nairobi, Mombasa, Eldoret
Medizin: 301 Krankenhäuser, ca. 8.000 Einwohner/Arzt
90 % der schulpflichtigen Kinder besuchen eine Schule
Beherrschendes Landschaftsbild in Kenya ist die Savanne
(Grassteppe), mit dichtem Dornenbusch bewachsen, Schirmakazien,
Flusslandschaften mit Galeriewäldern an den Ufern. Quer durch Kenya, von Norden
nach Süden zieht sich das Rift Valley, der ostafrikanische Grabenbruch,
entstanden durch eine Wölbung der Erdkruste vor Millionen von Jahren. Die
Küste ist geprägt durch sanfte Hügel, Bananenpflanzen, Palmenhaine, Baobabs
(Affenbrotbäume) mangrovengesäumte Buchten und Meereseinschnitte (creeks) und das türkisblaue Wasser des
Indik.
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Geschichte
Millionen Jahre v. Christus dürften am Lake Turkana Homoniden, die ersten
Vorfahren der Menschheit gelebt haben. Im Norden Kenyas, an der
Ausgrabungsstätte Koobi Fora am Turkana-See fand man
den Schädel eines homo erectus, der vor ca. 1,6 Millionen Jahren am Ufer lebte.
Wissenschaftler vermuten daher am Lake Turkana die "Wiege der
Menschheit".
500 v. Chr. - 1000 n. Chr. siedelten Bantus und nilotische Völker in Gebiet des
heutigen Kenya. Bereits im 9. Jahrhundert hatten die Kalifen von Bagdad an der
Küste Niederlassungen gegründet. Lange bevor Europäer nach Kenya kamen, waren
Malindi, Mombasa und Lamu blühende Handelszentren. Etwa zwischen 12. und 15.
Jhd. lag die Blütezeit der Swahili-Kultur. Mit dem Kaskazi, dem
Nord-Ost-Wind, kamen Segelschiffe aus China, Ceylon, Indien und Persien, an Bord
Stoffe, Seide, Brokat, Glas und Porzellan. Mit dem Kusi, dem
Süd-West-Wind, verließen sie Kenya, beladen mit Elfenbein und Sklaven. In
Mombasa, vor allem aber auf der Insel Lamu findet man bis heute Zeugnisse
einstiger Größe. Im Jahre 1498 landet der Portugiese Vasco da Gama in Malindi
und knapp 100 Jahre später eroberten die Portugiesen Mombasa und errichteten
das Fort Jesus im Süden der Insel. Mit den Portugiesen kamen Priester,
Missionare, Entdecker, Abenteurer, Kaufleute und Soldaten.
1886 wird das Land erst britisches Protektorat und danach Kronkolonie - British
East Africa. Mit den Briten kamen zahllose Inder als billige Arbeitskräfte für
den Bau der Uganda-Bahn. Die meisten von ihnen blieben. Nach den blutigen
Mau-Mau-Kämpfen brach für Kenya 1963 die Zeit von UHURU an, die Ära der
Unabhängigkeit. Jomo Kenyatta, der "Brennende Speer" aus der
Uhuru-Bewegung, proclamierte im Uhuru-Stadion von Nairobi die Unabhängigkeit
und rief das kenyanische Volk zu "Harambee" auf, was auf Kiswahili
"Alle gemeinsam, alle zusammen" bedeutet. Kenyatta wurde der erste
Staatspräsident der jungen Republik. Das "Harambee"-Programm steht
für seine Bemühungen um ein friedliches Neben- und Miteinander der
Bevölkerungsgruppen Kenyas.
Noch prägt die koloniale Vergangenheit die Gegenwart Kenyas. Lange Zeit eines
der politisch und wirtschaftlich stabilsten Länder Afrikas, ist Kenya in
Turbulenzen geraten. Kenya ist ein Entwicklungsland mit allen typischen
Erscheinungen: Reichtum und Armut, Tradition neben Moderne, pulsierende Städte
und rückständige Dörfer, Arbeitslosigkeit, Krankheiten (Aids ist auf dem
Vormarsch), starkes Bevölkerungswachstum, Inflation und Korruption... !
Noch heute sind an der Kenyanischen Ostküste
die Reste der ehemaligen Swahili-Kultur zu spüren. Der Name Swahili leitet sich
übrigens vom arabischen Wort Swahil für Küste ab und steht für die
Bezeichnung der gesamten Küstenbevölkerung zwischen der Juba-Mündung in
Somalia über Lamu und Mombasa in Kenya über Zanzibar/Tanzania bis hin zum Cabo
Delgado an der Grenze zu Mozambique. In diesem Gebiet, wo sich vor über 1000
Jahren arabische Händler mit der ortsansässigen Bantu-Bevölkerung gemischt
hatten, entstand weniger eine ethische homogene als vielmehr eine kulturelle
Einheit. Trotz lokaler Unterschiede drückt sich ihre Kultur in einer
gemeinsamen Sprache, dem Kiswahili, der orientalisch beeinflußten
Architektur, der ökonomischen Anbindung an das Meer als Fischer und Händler
sowie in der muslimischen religiösen Orientierung aus. Im Gegensatz zur
Bevölkerung im Binnenland ist die Küstenbevölkerung fest vom sunnitischen Islam
geprägt, so dass der schwarze buibui (Umhang) bei den Frauen an der
Küste zum Strassenbild gehört.
Ende 2002 fanden in Kenya Wahlen statt.
Präsident Arap Moi, der jahrzehntelang die Geschicke des Landes bestimmt hatte
und vor allem durch Korruption und Mißwirtschaft "abgewirtschaftet"
hatte, wurde abgewählt. Mit dem Amtsantritt des neuen, frei gewählten
Präsidenten Kibaki verbinden sich für viele Kenyaner Hoffnungen auf Aufschwung
und ein besseres Leben.
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Mombasa
Mombasa ist die zweitgrößte Stadt Kenyas,
der Tiefseehafen der bedeutendste an der ostafrikanischen Küste. Die Stadt
wurde auf einer soliden Korallenriff-Insel erbaut. Über die Nyali-Bridge
erreicht man die Touristenorte an der Nordküste. Die Südküste ist nur über
eine Fährverbindung, die Likoni-Ferry erreichbar. Zwei Passagier- und
Autofähren verkehren Tag und Nacht, für Fußgänger ist die Überfahr
übrigens kostenlos.
Mombasa ist geprägt durch das Nebeneinander von Gestern und Heute, von Tradion
und Moderne. Die Stadt ist der Inbegriff einer alten Seefahrerstadt, ein buntes
Völkergemisch - Afrikaner, Araber, Asiaten, Europäer; Moslems, Christen,
Hindus, Sikhs - leben friedlich nebeneinander. Dazu kommt ein babylonischer Mix
von Idiomen, klapprige Fahrräder, hupende Autos, Lärm und Geschäftigkeit.
Den bröckelnden Charme der alten, einst glanzvollen Handelsmetropole erlebt man
am besten bei einem Spaziergang durch die Old Town, die Altstadt zwischen dem
Alten Hafen im Osten und Fort Jesus im Süden. In der Ndia Kuu Road und
der Mbaraki Hinawy Road findet man noch vereinzelt Häuser im
Sansibar-Stil mit kunstvollen Holztüren und geschnitzten Balkonen. Das
Wahrzeichen von Mombasa befindet sich allerdings im modernen Teil der Stadt -
die Tusks. Zwei Elefantenstoßzähne aus Metall überspannen jeweils die beiden
Fahrbahnen der Moi Avenue. Sie wurden anlässlich des Besuchs der Queen 1952
errichtet. Aus der Nähe betrachtet sind sie leider nicht mehr so eindrucksvoll
wie von Ferne - zahlreiche Beulen im Blech zierten den unteren Teil, der zuweilen
einem Fahrzeug im Weg ist. Im vorigen Jahr wurde das Wahrzeichen Mombasas zerlegt
und neu aufgebaut. Die Moi Avenue, Nkruhmah Road, Digo
Road und Nyerere Avenue bilden das Zentrum der modernen City
mit Banken, Shops, Hotels und Restaurants.

Likoni Ferry - der einzige Weg, von Mombasa an die
Südküste zu gelangen
Mombasa mag auf den ersten Blick durch zahllose Fußgänger, Bettler,
Staßenhändler, fliegende
Marktstände, hupende und kreuz und quer fahrende Autos und Matatus
hektisch wirken, allgegenwärtig ist achtlos weggeworfener Müll auf den
Strassen. Aber - Mombasa ist allemal einen Besuch wert: Im Fort Jesus, Zeugnis der
portugiesischen Herrschaftsperiode, ist heute ein kleines Museum zu Kultur und
Geschichte der Küste untergebracht. Einkaufen kann man je nach Geschmack in
modernen Geschäften in der Moi und Nyerere Avenue oder in
orientalischer Basarathmosphäre auf der Digo Road. Begehrte Mitbringsel
sind Gewürze, Parfume, Silberschmuck, Holz- und Soap Stone-Schnitzereien,
Textilien, Kangas, Kikois u.v.m.
Kulinarische Krönung eines Mombasa-Aufenthalts ist zweifellos ein Besuch im
"Tamarind" - ein stilvoll umgebauter ehemaliger Harem, die
Terrasse gibt den Blick auf den alten Hafen frei - bestens geeignet für ein
Candle Light Dinner.
Im übrigen braucht man keineswegs auf die üblicherweise vom Hotel aus
angebotene "Mombasa-Tour" zu warten, um in die Stadt zu kommen. Man
stellt sich einfach an die Strasse, ob man will oder nicht - mit 100 %er
Sicherheit hält ein Matatu. Matatus sind Kleinbusse, die vollgestopft mit
Passagieren, manchmal auch Hühnern und Ziegen in der Regel viel zu schnell
über Kenyas Strassen jagen. Sie sind die einzige Möglichkeit für die Mehrheit
der Kenyaner, sich von A nach B zu bewegen, Privatautos gibt es nur sehr wenige.
Matatus fahren überall, vom Morgengrauen bis nach Einbruch der Dunkelheit. Der
Fahrer muß am Abend dem Besitzer einen festen Betrag abliefern, was er darüber
hinaus kassiert, behält er für sich. Das bedeutet, Zeit ist Geld - und so
fahren sie auch ! Auch für Touristen, die es leid sind, eine halbe Stunde lang
um den Taxipreis zu feilschen und die preiswert und schnell von A nach B
gelangen wollen, eine echte Alternative. Vom Shanzu Beach bis zum Umsteigepunkt
Mombasa Post Office kostet das Matatu 20 KSh. Der Kassierer gibt zuverlässig
Kleingeld raus.
Stadtplan Mombasa
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Zahlreiche Reiseveranstalter bieten Pauschalreisen
nach Kenya an. Einer der europäischen Reiseveranstalter mit der wohl größten
Präsenz in Kenya ist das Schweizer Unternehmen African
Safari Club, der mehrere Clubanlagen und Hotels an der Nordküste
betreibt. Eine der größten komplexen Ferienanlagen des Landes, das Paradise
Holiday Resort, befindet sich am Shanzu Beach, ca. 13 km nördlich von
Mombasa. Die Küste im Norden von Mombasa ist ursprünglicher und zergliederter
als die Südküste. Viele Buchten mit feinem weißen Sandstrand, unterbrochen
von Korallenfelsen, die sich bis zum tiefen Einschnitt des Mtwapa Creek
hinziehen, prägen die Nordküste. Bei Ebbe kann man lange Spaziergänge bis an
den Creek unternehmen. Allerdings ist es ratsam, nicht ohne Schuhe loszuwandern
- die Korallen sind teilweise scharfkantig. Sollte der Weg durch die aufkommende
Flut zu Ende sein - es findet sich bestimmt ein "Wassertaxi", das den
Spaziergänger um die Klippe bringt, natürlich nicht free of charge. Die
Korallenfelsen sind Wunderwerke der Naturgewalten wie Wind, Wasser, Sonne und
Gezeiten. Die Klippen "leben", man sollte sich ganz nach afrikanischer
Art Zeit nehmen, dann sieht man Krabben, Fische, Eidechsen und vieles andere
Kleingetier sowie fossile Einschlüsse aus längst vergangener Zeit. Da das
All-Inclusive-Unwesen noch nicht um sich gegriffen hat (wie an der Südküste),
gibt es in den kleinen Orten in der Nähe der Touristenhotels noch Handel,
Shops, lokales Handwerk und einheimische Kneipen, Cafés und Biergärten. Wer im
ASC-Resort logiert, kann ohne weiteres abends zu Fuss nach Shanzu Bazaar gehen, wo
man Supermärkte, Schmuckläden, Wechselstuben, einen kleinen Markt, Cafés und Kneipen findet, dazu
Kontakt mit den Einheimischen haben kann, man kann sich Rasta-Zöpfe flechten
lassen, Soap-Stone-Figuren, Badelatschen, Kangas u.v.m. kaufen, mit den "Küsten-Masai"
um Leder- und Perlenarmbändchen feilschen, im Biergarten ein Tusker-Bier
trinken. Wer ein wenig Mut zum Abenteuer hat und ein wenig Africa erleben
möchte, sollte mit dem Matatu nach Shanzu Village in den Makuti-Club fahren.
Dort gibt es echt afrikanische Live-Musik und hervorragendes african food zu
lokalen Preisen, ohne Eintrittskarte.
Kenyanisches Handwerk: auf
der Strasse kann man sich Rasta-Zöpfe in allen Farben flechten lassen. In ca. 4
Stunden ist es geschafft (die Kundin auch !)

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Die Exoten unter Kenyas ethnischen Gruppen sind ohne Zweifel
die Maasai.
Alle Ermahnungen der Regierung, doch endlich Hosen anzuziehen, haben nichts
genützt. Noch immer bevorzugen die Männer einen lässig über die Schulter
geworfenen roten Umhang als Kleidungsstück. Sie sind die stolzen Nachkommen
eines einst gefürchteten Kriegervolkes. Ihre Vorfahren sind noch über die
weiten Steppen Ostafrikas gezogen. Hoch oben, im ewigen Eis des Kilimandscharo
oder auch auf dem Mount Kenya glauben sie den Sitz ihres Gottes Ngai. Und
unerschütterlich ist auch der Glaube, dass Ngai ihnen allein die Rinder dieser
Erde zugedacht hat. Um 1930 wurden sie von weißen Siedlern aus dem fruchtbaren
Hochland von Nanyuki vertrieben und in den trockenen Norden und die Gegend des
Rift Valley abgedrängt. Die Maasai leben heute noch am Rande der Maasai Mara,
des Amboseli, aber auch in der Gegend von Maralal, Baragoi und Barsaloi im
nordwestlichen Teil des Landes. Nach alter Tradition leben sie in
Großfamilienclans in den sogenannten Manyattas, Behausungen aus Zweigen und
getrocknetem Kuhdung. Das Vieh wird nachts innerhalb des Krals gehalten, der mit
einer dichten Dornenhecke umschlossen ist. Nach alter Überlieferung glauben
sie, das ein Gemisch aus Milch und Blut Manneskraft und Gesundheit verleiht.
Heute gibt es nicht mehr genug Weideland für das Vieh. Die ehemaligen Nomaden
sind vor die Alternative gestellt, sich anzupassen und alte Traditionen
aufzugeben oder ins endgültige Abseits der kenyanischen Gesellschaft zu
geraten. Vor einigen Jahren wäre kein Maasai-Krieger (Moran) auf die Idee
gekommen, seinen Rungu (Schlagstock) oder Schild und Speere zu verkaufen. Heute
gehen viele junge Männer im "Kriegeralter" an die Küste, um mit dem
Verkauf von Perlenschmuck, Ledersandaletten, Schilde und Speere sowie
abendlichen Tanzaufführungen in den Hotels und Touristenkneipen ihren
Lebensunterhalt zu verdienen und der of weit entfernt wohnenden Familie ein paar
Schillinge zukommen zu lassen. Leider ist an der Küste das Aufgeben alter
Traditionen am offensichtlichsten: das rote Outfit ist
"Arbeitskleidung", darunter tragen sie Shorts, Gürteltasche und nicht
selten ein Handy, nach "Arbeitsschluss" erscheinen sie in Jeans und
T-Shirt. Diese Entwicklung ist wohl nicht aufzuhalten, obwohl es schade ist um
die letzten "Exoten" Kenyas.
Allen, die vielleicht neugierig geworden sind auf die Maasai,
sei ein inzwischen weltbekannter Roman empfohlen: "Die
weisse Massai" von der Schweizerin Corinne
Hofmann, deren Liebe zu einem Samburu-Krieger aus Barsaloi
letztendlich tragisch endet. (Clickt
auf den Buchtitel, dann könnt Ihr den Roman bestellen !)
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Was wäre eine Reise nach Kenya ohne eine Safari
(Safari bedeutet auf Kiswahili Reise) in eines der Wildreservate oder
Nationalparks. Die Tierwelt Kenyas ist von einmaliger Vielfalt. Von Europa aus
ist es bei allen Reiseveranstaltern möglich, Safaris als Bestandteil der
Pauschalreise zu buchen. Inzwischen kann man auch vor Ort bei lokalen
Reisebüros Safaris in die Wildreservate buchen, zumeist ein wenig günstiger.
Allerdings sollte man das "Geschäft" nicht am Strand abschließen,
sondern direkt im Office. Bezüglich Zuverlässigkeit und Sicherheit wird zwar
seitens der europäischen Reiseveranstalter gewarnt, allerdings habe ich selbst
nur positive Erfahrungen gemacht. Natürlich lässt die wachsende lokale
Konkurrenz die angestammten Reiseveranstalter zunehmend nervös werden.
In Kenya hat der Safari-Gast gute Chancen, die "Big
Five" zu sehen:
Löwe, Büffel, Elefant, Nashorn und Leopard. Das wohl
tierreichste Reservat, man schätzt ca. 3 Millionen Tiere, in Kenya ist die Maasai
Mara, ca. 800 km westlich von Mombasa gelegen und der nördlichste Teil
der berühmten Serengeti. "Mara" bedeutet in der Sprache der Maasai
"buntes Durcheinander". Auf jeden Fall sollte man eine mindestens
2-tägige Flugsafari in die Mara buchen. Im Reservat selbst gibt es fast keine
Wege und Strassen, man fährt mit dem Jeep kreuz und quer durch die Savanne und
kann die Tiere aus nächster Nähe beobachten, ein unvergessliches Erlebnis.
Wenn es trocken wird und der letzte Halm der Savanne verdorrt ist, sammeln sich
hunderttausende von Weißbartgnus und Zebras, um in einem endlosen Zug dorthin
zu wandern, wo es noch Wasser und Weideplätze gibt - ein Schauspiel, was sich
jährlich wiederholt. Im April formiert sich die erste Marschkolonne auf
tansanischer Seite in der Serengeti-Ebene. Der Zug erreicht Anfang Juli die Maasai Mara. Wenn der Leitbulle sich nach langem Zögern entschlossen hat, den
Mara Fluß zu überqueren, drängen unzählige Gnus und Zebras hinterher, Jahr
für Jahr fordert auch das Gedränge der Tierleiber ihre Opfer. Ende September
sammeln sie sich erneut, um in die Serengeti zurückzukehren - ein grandioses
Schauspiel, die Savanne bis zum Horizont ein wogendes Meer aus Gnu- und
Zebraleibern.
Übernachtet wird in Lodges, die alles bieten, dass es den Touristen nicht am
nötigem Komfort mangelt.
Als Nahziel für eine Safari für Mombasa-Urlauber bietet sich
Tsavo East an.
Tsavo East und Tsavo West liegt links und rechts
der Hauptstrasse A 109, die von Mombasa nach Nairobi führt. Weite offene
Savanne, sanfte Hügel, roter Lateritboden, grüne Akazienwälder, der
Galana-River, das Ufer mit dichtem Wald bewachsen. Leider ist die
Elefantenpopulation in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Trotzdem wird
sie heute noch auf 6000 geschätzt. In Tsavo East trifft man mit ziemlicher
Sicherheit "red elephants", Elefantenherden, die sich an den
Wasserstellen mit roter Erde bewerfen und deshalb wahrhaftig rot sind.
Allerdings fährt man in Tsavo East Wege entlang, es empfiehlt sich auf jeden
Fall, Fernglas und Zoom für den Fotoapparat. Tsavo East liegt nur 20
Flugminuten von der Nordküste Mombasas entfernt. Für Abenteurer empfiehlt sich
eine 2-tägige Safari, eine Strecke mit dem Flugzeug und eine mit dem Bus oder
Jeep. Die Fahrt entlang der A 109 ist Abenteuer pur, Linsverkehr, 1000e
Schlaglöcher, Dörfer, Märkte entlang der Strasse, auf jeden Fall ein Einblick
in das Alltagsleben der Kenyaner abseits der Touristenzentren.
Spätestens Ernest Hemingways "Schnee am
Kilimandscharo" machte den Amboseli-Nationalpark berühmt.
Über der weiten Grassteppe erhebt sich am Horizont das Bergmassiv des
Kilimandscharo. Nahe an der tanzanianischen Grenze gelegen ist der Amboseli ein
idealer Platz für Wildbeobachtungen, wenn sich die Tiere am Amboseli-See
sammeln. Im Gegensatz zu Tsavo hat sich hier die Elefantenpopulation in den
letzten Jahren vermehrt, was zu einer immer dramatischeren Reduzierung des
Baumbestandes führt.
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Mein ganz persönlicher Insider-Tip für eine 1-Tag-Safari ist
Wasini
Island. Allerdings ohne "Big
Five", es geht auf eine zauberhafte Insel ganz im Süden Kenyas, schon ganz
nah an der Grenze zu Tanzania. Der Trip wird von vielen "Beach Boys"
wortreich und bekräftigt durch farbige Info-Flyer angeboten. Es empfiehlt sich
allerdings, den Trip nicht direkt beim Strandwerber zu buchen sondern direkt in
einem der zahlreichen lokalen Reisebüros. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick
bekommt man den Ausflug für 55,00 €, alles inclusive versteht sich. Noch vor
Sonnenaufgang erfolgt die Abholung mit dem Bus, dann geht es mit der Likoni
Ferry über den Tudor Creek zur Südküste. Kurz nach Ukunda wird halt gemacht -
zum Frühstück in einem lokalen Lodging. Weiter geht es dann immer weiter nach
Süden, die letzten ca. 15 km in südöstlicher Richtung über eine holprige
Sandpiste direkt nach Shimoni. Dort bleibt der Bus zurück, es geht weiter mit
der Dhow. Die Überfahrt zum Marina Park vor Wasini Island dauert ca. 1,5
Stunden. Streckenweise herrscht ziemlich hoher Seegang. Auf keinen Fall sollte
man vergessen, sich gründlich einzuölen, die Sonne brennt unbarmherzig aus dem
Zenit. Am Marina Park geht die Dhow vor Anker - Zeit zum schwimmen, schnorcheln
(Equipment kann ausgeliehen werden) oder einfach zum relaxen auf dem malerischen
Eiland mit feinstem Sandstrand. Zu einem späten Lunch gehts danach direkt nach
Wasini Island - diesmal wird gesegelt. Dort erwartet die Gäste ein
kulinarisches Highlight - Hummer, Seafood, excellent zubereitete muslimische
Delikatessen in mehreren Gängen. Alkohol gibt es auf der ganzen Insel nicht,
die Bewohner sind streng gläubige Moslems. danach gibt es genügend Zeit, sich
das Dorf anzusehen, ein paar Souvenirs zu kaufen, ein wenig mit den Bewohnern zu
plaudern oder einfach unter den riesigen Baobabs Siesta zu halten. Am späteren
Nachmittag geht es mit der Dhow (nun wird der Aussenbordmotor bemüht) zurück
nach Shimoni und von dort mit dem Bus retour ins Hotel. Ich persönlich kann
diesen Ausflug allen empfehlen, die so wie ich gern Dhow fahren und die einen
friedlichen und erholsamen Tag auf dem Wasser verbringen möchten.
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Wie kommt man nach Kenya ?
Von Europa aus auf die vielfältigste Art und Weise - bitte erkundigen Sie
sich in Ihrem Reisebüro !
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Wo übernachtet man in Kenya ?
Als Badeurlauber in den Hotels und Clubanlagen nördlich und südlich von
Mombasa - bitte im Reisebüro oder im Internet bei den einzelnen Veranstaltern
nachsehen !
Auf Safari gibt es Lodges mitten in den Parks oder Reservaten, teilweise mit
Zeltunterkünften, aber alle im höchsten Grade komfortabel. Safaris mit
Übernachtungen beim Reiseveranstalter erfragen !
In Nairobi gibt es eine Reihe von Hotels, z.B. Boulevard Hotel in der Harry
Thuku Road, Fairview Hotel in der Bishop Road, Giraffe Manor, ca. 30 Autominuten
außerhalb, Hilton International in der Mama Ngina Street, Igbol Hotel in der
Latema Road (für Rucksackreisende), Nairobi Serena in der Nyerer/Kenyatta Av.,
Norfolk Hotel in der Harry Thuku Road, Pan Afric Hotel in der Kenyatta Av.,
Windsor Golf and Country Club am Stadtrand von Nairobi (für Golfer und
Romantiker)
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Was und wo isst und trinkt man in Kenya ?
Köche in den Hotels passen sich in der Regel dem Geschmack der Gäste an
(leider) und bieten internationale Küche. Der britische Einschlag, z.B. teatime
with sandwiches, ist dabei nicht zu übersehen. Original landestypische Gerichte
findet man am besten in den mobilen Garküchen oder in den bescheidenen
sogenannten Hoteli (meist einfache Bretterbuden). Am besten, man schaut
bei der Zubereitung des gewünschten Mahls zu, dann gibt es wohl keine Bedenken
hinsichtlich der Hygiene. Und es ist auf jeden Fall authentischer, typisch
kenianisch auf der Strasse zu speissen als in einem klimatisierten
First-Class-Hotel. Inzwischen ist die "Cocacolaisierung" wohl im
letzten Winkel der Welt angelangt, auch in Kenya bekommt man an jeder Ecke Cola,
Fanta, Sprite zu kaufen. Viel schmackhafter und vor allem besser gegen
wirklichen Durrst ist das nur in Ostafrika erhältliche Ginger Ale Tangawizi,
das noch mit echtem Ingwer hergestellt wird. Frisch gepresste Fruchtsäfte sind
trotz der Fülle an Früchten selten. Dafür erhält man überall den in Kenya
angebauten Chai (Tee) oder Kahawa (Kaffee) - beide mit viel Maziwa
(Milch) und Sukari (Zucker). Das beliebteste alkoholische Getränk ist
Bier, die wohl bekannteste Marke ist Tusker mit den beiden Stosszähnen
auf dem Etikett. Wer in der Hitze doch nicht vom Schnaps lassen kann, dem sei
eine kenyanische Spirituose empfohlen - der Kenya Cane
(Zuckerrohrschnaps).
Kleines Küchen-Lexikon: